Lesung zum Gedenken an Luise Straus-Ernst

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages laden die bib friends e. V. und die StadtBibliothek Brühl Sie herzlich zu einer Lesung ein, die das Leben der promovierten Kunsthistorikerin und Publizistin Dr. Luise Straus-Ernst in den Mittelpunkt rückt. Lange Zeit nur als erste Ehefrau des aus Brühl stammenden Künstlers Max Ernst bekannt, war Luise Straus-Ernst selbst eine Schlüsselfigur der Kölner Kunst- und Kulturszene der 1920er-Jahre.
Es waren die provozierenden Ausstellungen der Künstlerfreunde, wie auch die Texte der jungen Doktorandin , die entscheidend wurden für die Verbreitung der dadaistischen Kunst. Nach der Scheidung von Max Ernst sorgte sie als gefragte Kunsthistorikerin und Publizistin nicht nur für sich und den gemeinsamen Sohn Jimmy , sie wurde auch als Jüdin vom NS-Regime verfolgt.
1933 emigrierte sie nach Paris, wo sie ihre publizistische Tätigkeit als Louise Straus intensivierte. Später suchte sie Zuflucht in Südfrankreich und arbeitete an ihren Memoiren. In Manosque verhaftet, wurde sie interniert und 1944 mit einem der letzten Transporte nach Auschwitz deportiert. Ihre Werke gerieten in Vergessenheit. Die in Brühl lebende, ehemalige WDR-Redakteurin und Buchautorin Ute Remus wird aus den Lebenserinnerungen „Nomadengut“ lesen und einen Einblick in ihr Hörbuch „Sollst je du sollst du Schwänin auf dem Ozean“ geben. Sie zeichnet das Porträt einer engagierten Intellektuellen und gibt ihrem Schicksal eine Stimme. Wir laden Sie ein, gemeinsam innezuhalten und diese bemerkenswerte Frau zu würdigen.
Veranstaltungsdetails:
Was: Lesung zum Holocaust-Gedenktag
Wann: Dienstag, 27. Januar 2026, 16:00 Uhr Wo: StadtBibliothek Brühl, Steinweg 1, 50321 Brühl, 3. Obergeschoss
Wer: Ute Remus auf Einladung von bib friends e.V. und StadtBibliothek
Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen
Foto von August Sander 1928


